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Orthopädische Maßschuhe

Wie der Name Maßschuh schon verrät, handelt es sich hierbei um eine Maßanfertigung. Dies bedeutet, der Schuh wird exakt auf den Fuß des Kunden zugeschnitten und ist für andere Personen nur selten "tragbar".

Die Kosten für einen orthopädischen Maßschuh werden in den meisten Fällen von den Krankenversicherungen, Knappschaften oder Berufsgenossenschaften übernommen.

Zunächst wird wie bei orthopädischen Einlagen ein Blauabdruck von den Füßen genommen. Anschließend werden mittels Maßband die Umfangmaße des Fußes eingetragen. Bei einigen aufwendigen Versorgungen wird nun eine Gipskopie des Fußes abgenommen. Aus der Gipskopie oder einer Holzgrundform wird der Leisten gefertigt. Der Leisten ist eine vereinfachte Kopie Ihres Fußes mit der Fehlstellungen und Ähnliches korrigiert werden können. Über den Leisten wird dann die Fußbettung oder Kopieeinlage gebaut. Im Anschluss wird eine Lederbrandsohle, das Fundament des Schuhes, aufgenagelt. Hierüber wird mit Kunststoffen oder Lederresten ein Probeschuh gefertigt. In diesem kann der Kunde schlüpfen und testet die Passform des Leistens. Sitzt alles richtig, wird der eigentliche Schuh gefertigt. Man beginnt mit dem Schaft, dem Oberleder, dass den Fuß umhüllt. Dies wird aus Papiermustern über den Leisten modelliert und anschließend aus Leder ausgeschnitten und zusammengenäht. Als Innenleder (Futterleder) verwenden wir nur pflanzlichgegerbte Leder oder Hightechmaterialen. Ist der Schaft fertig, beginnt der Bodenbau. Zwischen die einzelnen Lederschichten des Schafts kommt eine Hinterkappe aus Leder, die den Fuß halt gibt. Danach wir das Leder über Leisten und Bettung gezwickt, also mit der Zange gezogen und an der Brandsohle festgenagelt, später verklebt. Das Gleiche passiert dann mit dem Vorfußbereich. Nun kommt die eigentliche Sohle aus zahlreichen Funktionsschichten dran. Zuerst eine Gelenkfeder zur Stabilität, dann Rahmen, Zwischensohle Laufsohle und der Absatz. Zu guter Letzt wird der Leisten wieder aus dem Schuh gezogen und der orthopädische Maßschuh ist fertig.

Prinzipiell kann ein orthopädischer Schuh jedes Design tragen. Es lassen sich fast alle Wünsche verwirklichen. Es müssen nur die erforderlichen orthopädischen Einbauten hinein passen. Sie können uns auch ein Foto von Ihrem Wunschschuh mitbringen.
So funktioniert es:

- Sie erhalten vom Arzt (Orthopäde) ein Rezept.

- Wir reichen einen Kostenvoranschlag bei Ihrer Krankenkasse ein.

- Wird der genehmigt, fertigen wir Ihren Schuh wie oben beschrieben.

Üblicher Weise müssen Sie zum Schuh 10,- € Rezeptgebühr entrichten. Eine Besonderheit bei orthopädischen Maßschuhen ist der Eigenanteil, den Sie leisten müssen. Dieser beträgt bei Straßenschuhen 76,- € und bei Hausschuhen 40,- €. Die Kassen gehen davon aus, dass Sie diesen Betrag ausgeben würden, wenn Sie sich neue Schuhe kaufen würden.

Wie oft erhalten Sie orthopädische Maßschuhe:

- Bei Erstversorgung: 1 Paar Straßenschuhe + 1 Paar Hausschuhe

- nach kurzer Zeit: 1 Wechselpaar (Straßenschuhe)

Es ist auch eine Fertigung von Bade-, Sport- und Sicherheitsschuhen möglich.

Wechselfristen:

- Neue Straßen- und Sportschuh erhalten Sie* - alle 2 Jahre

- Neue Haus- und Badeschuhe erhalten Sie* - alle 4 Jahre

*= Abweichung sind immer möglich, aber sehr selten.

Wichtig ist bei orthopädischen Schuhen, dass Sie sie regelmäßig pflegen, putzen und ab und an mal reparieren lassen. So haben Sie lange etwas von Ihrer Einzelanfertigung.

 

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Bildquelle: solor.de

 

Orthopädie Schuh und Technik Wittmann - Große Johannisgasse 2 - D-96450 Coburg
Telefon: +49 (0) 9561 90 54 1 - Telefax: +49 (0) 9561 31 86 54 - eMail: post@kletterschuhmacher.de

 

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